Schön ist nicht gut genug.

25. Januar 2018

Autor: Philipp Michel

Schön ist nicht gut genug.

Autor

Philipp Michel

Philipp Michel, Creative Director

Schönheit. Wer definiert Schönheit? Was ist schön? Was muss schön sein? Wer ist schön? Muss eine Marke schön sein?

Schönheit ist relativ und liegt im Auge des Betrachters, und den Betrachter können wir nicht immer aussuchen. Immanuel Kant definiert in einer berühmten Formulierung Schönheit als «interesseloses Wohlgefallen». Nur schön ist langweilig. Deshalb bin ich überzeugt: Schönheit allein reicht nicht. Weder bei einem Menschen noch bei einer Marke.

Jeder Mensch ist einzigartig. Trotzdem gibt es Schönheitsideale, die erforscht sind. Doch wie genau erinnert man sich an diese Schönheiten? Menschen mit unterschiedlichen Augenfarben, bunten Haaren, besonderer Nase oder einer Narbe am Körper fallen häufig mehr auf. An diese Merkmale erinnert man sich später. Es wird darüber gesprochen. Man will mehr erfahren. Auch über eine Marke muss geredet werden.

Wenn Du aus dem Munde riechst, dann nützt Dir der neue Hut nix.Erik Spiekermann, Designer und Typograph

Eine Marke darf deshalb nicht einfach nur schön, sondern muss einzigartig sein. Interesse wecken. Funktionieren. Eigenständig sein. Auffallen. Aufmerksamkeit wecken. Überzeugen. Selbstbewusst und stark auftreten. Wirkung erzeugen und mit positiver Assoziation beim Betrachter in Erinnerung bleiben, ohne verletzend zu wirken.

Aus meiner Sicht sucht der Mensch heutzutage zu viel das Schöne und vergisst dabei seine eigene Individualität und seinen persönlichen, einzigartigen Charakter, vergisst das Ehrliche und Eigenständige in sich. Dies gilt für mich beim Betrachten von Menschen so wie beim Gestalten einer Marke. Denn eine geniale Marke wird von selbst schön.

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