Schön ist nicht gut genug.
Meipolo Rose
Schön­heit. Wer definiert Schön­heit? Was ist schön? Was muss schön sein? Wer ist schön? Muss eine Marke schön sein?

Schön­heit ist rel­a­tiv und liegt im Auge des Betra­chters, und den Betra­chter kön­nen wir nicht immer aus­suchen. Immanuel Kant definiert in ein­er berühmten For­mulierung Schön­heit als «inter­es­selos­es Wohlge­fall­en». Nur schön ist lang­weilig. Deshalb bin ich überzeugt: Schön­heit allein reicht nicht. Wed­er bei einem Men­schen noch bei ein­er Marke.

Jed­er Men­sch ist einzi­gar­tig. Trotz­dem gibt es Schön­heit­side­ale, die erforscht sind. Doch wie genau erin­nert man sich an diese Schön­heit­en? Men­schen mit unter­schiedlichen Augen­far­ben, bun­ten Haaren, beson­der­er Nase oder ein­er Narbe am Kör­p­er fall­en häu­fig mehr auf. An diese Merk­male erin­nert man sich später. Es wird darüber gesprochen. Man will mehr erfahren. Auch über eine Marke muss gere­det werden.

Wenn Du aus dem Munde riechst, dann nützt Dir der neue Hut nix.
Erik Spiekermann, Designer und Typograph

Eine Marke darf deshalb nicht ein­fach nur schön, son­dern muss einzi­gar­tig sein. Inter­esse weck­en. Funk­tion­ieren. Eigen­ständig sein. Auf­fall­en. Aufmerk­samkeit weck­en. Überzeu­gen. Selb­st­be­wusst und stark auftreten. Wirkung erzeu­gen und mit pos­i­tiv­er Assozi­a­tion beim Betra­chter in Erin­nerung bleiben, ohne ver­let­zend zu wirken.

Aus mein­er Sicht sucht der Men­sch heutzu­tage zu viel das Schöne und ver­gisst dabei seine eigene Indi­vid­u­al­ität und seinen per­sön­lichen, einzi­gar­ti­gen Charak­ter, ver­gisst das Ehrliche und Eigen­ständi­ge in sich. Dies gilt für mich beim Betra­cht­en von Men­schen so wie beim Gestal­ten ein­er Marke. Denn eine geniale Marke wird von selb­st schön.